Die bisherigen Blocksignale von BRAWA wurden heute gegen Blocksignale mit
Vorsignalen von Viessmann ersetzt. Die BRAWA-Signale haben vor über einem
Jahr einen deftigen Kurzschluss verursacht. Diese Gefahr ist mit diesen
Signalen jetzt gebannt. Zusätzlich kann man jetzt die Stellung der nächsten
Blocksignale an Hand der Vorsignale erkennen.
Heute habe ich das letzte BRAWA-Signal der Signalkörbe gegen ein Mastsignal
von Viessmann ersetzt. Dabei habe ich das Vorsignal durch ein Hauptsignal ergänzt. Dadurch
lassen sich die Automatikmodi ein wenig flüssiger benutzen, da der bisherige
Blockabschnitt vom Hauptbahnhof über den des Schattenbahnhofs reichte und
somit sehr lang war. Die alten Signale von BRAWA waren durch ihre Metallfassung sehr
kurzschlussgefährdet, so dass dort ein Risiko gebannt werden konnte.
Ferner konnte ein defektes Fleischmann-Formsignal gegen eins von Viessmann
getauscht werden.
Zum Geburtstag habe ich mein erstes Formsignal der Firma Viessmann bekommen. Leider funktioniert es nicht zuverlässig an meinen Magnetartikelmodulen. Nach einiger Zeit konnte ich feststellen, dass die Polarität des Signalanschlusses nur in eine Richtung zuverlässig funktioniert. Die Lösung scheint zu sein, einen Spannungswandler zu entwickeln, der zwischen Magnetartikelmodul und Signal geschaltet wird und die Polarität umdreht.
Ein weiteres Signal habe ich ausgetauscht: Das kombinierte Block-/Vorsignal der Signalbrücke habe ich gegen die Mastvariante getauscht. Das Kurzschlussrisiko der alten BRAWA-Signale war mir einfach zu groß.
Nachdem ein Blocksignal gleichzeitig rot und grün angezeigt hat, bin ich der
Sache auf den Grund gegangen. Die
BRAWA-Lichtsignale
haben Glühbirnchen, die in den Signalschirm geschoben werden. Diese haben
sich verschoben und so für
die falsche Beleuchtung gesorgt. Beim Beheben des Problems habe ich dummerweise für einen
Kurzschluss gesorgt. Die Konsequenz war, dass ein Lichtsignalmodul unter
Geruchsbildung abgeraucht ist, und der dazugehörige CAN-Knoten seinen Geist
aufgegeben hat. Bilanz des IC-Massakers: Ein ATmega32, ein MCP2515 und ein
ULN 2803 sind zum Teil effektvoll gestorben. Zur Sicherheit habe ich auch
die restlichen ICs vom Lichtsignalmodul außer Betrieb gesetzt. Auf dem
CAN-Knoten ist eine Masseleitung durchgebrannt. Diese kann problemlos
überbrückt werden. Das Gleiche ist auch mit dem CAN-Knoten passiert, dass
durch falsch geklemmte Flachbandkabel beim Anschließen zerstört wurde. Hier hat es aber nur
den ATmega32 erwischt. Ich habe die ICs bei
Reichelt
nachbestellt, um wieder Ersatzteile zu haben. Die Schaltung muss jetzt durch eine Sicherung so ergänzt
werden, dass sie kurzschlussfest wird.
Moral von der Geschicht: Beim Elektroschrauben immer schön Strom abschalten!
Die Nordausfahrt des Hauptbahnhofs ist fertig verkabelt und
funktionstüchtig. Die sieben Ausfahrsignale sehen schon beeindruckend aus.
Leider hat die Verkabelung ein wenig länger gedauert als geplant. Einige
Flachbandkabel von
Reichelt
hatten einen Kurzschluss, was zur Folge hatte, dass ein
CAN-Knoten und ein Lichtsignalmodul funktionsunfähig wurden. Ich werde jetzt
bei
Conrad
neue Flachbandkabel kaufen, denn die haben sich bei der
Yakindu
-Anlage als gut erwiesen. Da auf der
Yakindu
-Anlage keine Signale verbaut sind, sind mehrere Firmware-Bugs erst jetzt
aufgetaucht. Die Formsignale wollten gar nicht schalten und die
Ausfahrsignale konten Sh1 nicht darstellen. Die Bugs waren schnell gefunden
und gefixt. Zum ersten Mal konnte der ATmega-CAN-Bootloader seine Vorteile
voll ausspielen: Einfach Firmware-Update durchführen und alles funktionert.
Ärgerlich war auch eine falsche Beschriftung der Modulanschlüsse. So waren
die Signalbilder nicht in Ordnung und alle Lichtsignalmodule mussten
umverkabelt werden.
Das Bild zeigt den Arbeitsplatz, den ich für einige Tage genießen werde. Die
Wolldecke leistet mir unschätzbare Dienste. Sie hält meinen Rücken auf den
Fliesen warm und man kann mit ihr rutschen, als wäre es ein Rollbrett aus
einer KFZ-Werkstatt. Ansonsten ist die Arbeit gutes Bauchmuskeltraining und
fördert die Körperkoordination.
Heute sind die Umbausätze für die Viessmann -Signale von Conrad angeliefert worden. Außer dem Umbau der Sh1-Huckepack-Platine muss auch der Vorwiderstand umgelötet werden. Die neue Platine hat Kontakte aufgelötet, welche natürlich erst ausgelötet werden müssen, denn das Signal hat seine Stifte noch in der Hauptplatine stecken. Ansonsten funktioniert der Umbau mit der gewohnten Umsicht und Geschicklichkeit ganz gut.
Die von
Conrad
gelieferten
Platinen
werden zwar mit "reinweißen LED's" beschrieben, haben aber in
Wirklichkeit einen deutlichen Blaustich. Dies ist aber immernoch deutlich
besser, als die strahlend gelben LED's der Ursprungsfassung. Insofern hat
sich der Umbau gelohnt.
Inzwischen sind auch die ersten Lieferungen der Eisenbahnsteuerungen eingetroffen. Somit kann bald mit einer groß angelegten Lötaktion die Verkabelung der Anlage begonnen werden. Einzig die Platinen selbst fehlen noch. So erinnert das an ein gut gedecktes, frisches Frühstück, bei dem die Brötchen fehlen.
Die Gleissperrsignale und Ausfahrsignale von Viessmann zeigen beim Signalbild Sh1 ein grässliches, nicht vorbildgerechtes gelb. Bei der Recherche, ob die Viessmann Ausfahrsignale umrüstbar sind, bin ich bei Conrad auf eine kleine Platine ( Artikelnr. 244905 ) speziell für Viessmann Ausfahrsignale gestoßen. Grund genug zu erforschen, ob sich die Signale für den Ausbau der gelben LEDs zerlegen lassen.
Zunächst muss die Frontblende entfernt werden. Diese ist mit der Platine mit einer weichen schwarzen Masse vergossen. Sie kann man auf der Rückseite vorsichtig von oben nach unten mit einem kleinen Messer oder Schraubenzieher abkratzen. Oben kann man dann zwischen Platine und Blende eben diese mit einem Messer hinter hebeln und vorsichtig in Richtung Mast freihebeln. An Mast ist noch etwas Vorsicht geboten, weil die Blende dort durch die grüne Farbe festgeklebt ist.
Ist die Blende entfernt, kann die kleine Huckepackplatine mithilfe einer Entlötpumpe
von der Schirmplatine ausgelötet werden. Die Anschlüsse sind jeweils in den freien Ecken der
Platine. Die Trägerplatine ist mangels Blende nicht mehr wirklich fest, sodass man beim Entlöten
aufpassen muss, dass man sich nicht die Finger verbrennt.
Wenn man ein Messer zwischen beide Platinen schiebt, kann man die Huckepackplatine
recht gut entlöten.
Nachdem die Platine erfolgreich ausgelötet war, konnte ich beruhigt die
Bestellung für die weißen LED-Platinenträger bei
Conrad
aufgeben. Jetzt kann ich anfangen, die anderen der 13 Ausfahrsignale zu
demontieren. Während ich beim ersten Signal noch fast eine Stunde gebraucht
habe, war das dritte Signal schon nach etwa sechs Minuten zerlegt.
Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass diese
Demontage auf eigenes Risiko zu verantworten ist. Schließlich erlischt bei
dieser Aktion jeglicher Garantieanspruch.
Heute wurden die Prototypen für die Module der Lichtsignale fertig gelötet.
Die Module werden über ein 10-poliges Kabel kaskadiert mit einem
Mikrocontroller verbunden. Darüber laufen Spannungsversorgung und die
Datenleitung. Auf den Modulen sind Schieberegister (74HC595) samt Leistungstreiber
(ULN 2803) für die Lichtsignale vorhanden. Es können bis zu vier Module
kaskadiert werden. Die Controller sind in der Lage, die korrekten
Signalbilder der Deutschen Bahn anzuzeigen. Es wird also nur das Kommando
gegeben, dass z.B. das Signal P3 auf Hp2 geschaltet
werden soll. Es werden Vorsignale, Blocksignale, Einfahrsignale,
Ausfahrsignale und Gleissperrsignale auseinandergehelten. Dabei könnten in
Zukunft noch weitere Signale - wie z.B. die neuen Ks-Signale - der Controller-Firmware
hinzugefügt werden, denn es ist ein In-System-Programming der Firmware über
CAN-Bus möglich.