Heute wurde die Verkabelung der Weichen aufgeräumt. Kabelbinder sorgen jetzt
dafür, dass Kabel der Weichen nicht mehr runterhängen. Die Kabel wurden
nicht passend abgelängt, um einen späteren Umbau an andere Stellen zu
ermöglichen.
Die Nordausfahrt des Hauptbahnhofs ist fertig verkabelt und
funktionstüchtig. Die sieben Ausfahrsignale sehen schon beeindruckend aus.
Leider hat die Verkabelung ein wenig länger gedauert als geplant. Einige
Flachbandkabel von
Reichelt
hatten einen Kurzschluss, was zur Folge hatte, dass ein
CAN-Knoten und ein Lichtsignalmodul funktionsunfähig wurden. Ich werde jetzt
bei
Conrad
neue Flachbandkabel kaufen, denn die haben sich bei der
Yakindu
-Anlage als gut erwiesen. Da auf der
Yakindu
-Anlage keine Signale verbaut sind, sind mehrere Firmware-Bugs erst jetzt
aufgetaucht. Die Formsignale wollten gar nicht schalten und die
Ausfahrsignale konten Sh1 nicht darstellen. Die Bugs waren schnell gefunden
und gefixt. Zum ersten Mal konnte der ATmega-CAN-Bootloader seine Vorteile
voll ausspielen: Einfach Firmware-Update durchführen und alles funktionert.
Ärgerlich war auch eine falsche Beschriftung der Modulanschlüsse. So waren
die Signalbilder nicht in Ordnung und alle Lichtsignalmodule mussten
umverkabelt werden.
Das Bild zeigt den Arbeitsplatz, den ich für einige Tage genießen werde. Die
Wolldecke leistet mir unschätzbare Dienste. Sie hält meinen Rücken auf den
Fliesen warm und man kann mit ihr rutschen, als wäre es ein Rollbrett aus
einer KFZ-Werkstatt. Ansonsten ist die Arbeit gutes Bauchmuskeltraining und
fördert die Körperkoordination.
Nach einer Woche Löten sind alle 73 Module fertig gelötet und durchgeprüft.
Die Module wurden in Vierer- und Fünfergrüppchen gelötet, um so eine höhere
Produktivität erreichen zu können. Alles sieht beeindruckend aus und ich bin
froh, diese Arbeit erledigt zu haben. Schön ist auch, dass fast nichts
kaputtgegangen ist und dass kein Teil zu wenig oder zu viel bestellt wurde.
Alles hat gepasst.
Da jetzt alle Module fertig gelötet sind, kann jetzt mit der Verkabelung begonnen werden. Vorher sind aber noch ein paar vorbereitende Arbeiten nötig. Die Nutleisten müssen zurechtgesägt werden. Es muss unter der Anlage Platz geschaffen werden und die restlichen Signale und Weichen müssen verbaut werden. Diese dienten bisher als Testexemplare der Module
Heute Nacht ist mir eine Idee gekommen, wie die relativ lauten Gleisrelais
leiser gemacht werden können. Ich habe noch Reste der Schalldämmung für die
Gleise. Daraus habe ich Träger geleimt, die so am Stück unter die Platte
geleimt werden können. Das hat auch den Vorteil, dass die Verleimung der
relativ schweren Gleismodule leichter von statten gehen kann.
Der Einbau der Schaltnetzteile für die Controller-Elektronik wurde heute
abgeschlossen. Es wurde ein 120W/12V-Netzteil für die Controller- und
Lichtsignalversorgung verbaut. Die Controller-Module haben einen 5V-Spannungsregler,
um die Elektronik versorgen zu könnnen. Ein weiteres 24V-Netzteil mit 60 Watt Leistung wird die
Magnetartikel (Formsignale und Weichen) versorgen. Die Magnetartikel brauchen nur 18V, allerdings ist
das Angebot an 18V-Schaltnetzteilen sehr gering. Aus diesem Grund ist auf
den Magnetartikelmodelen ein 18V-Spannungsregler verbaut. Um diesen wiederum zu schonen
und den Stromverbrauch zu reduzieren, wurde das 24V-Netzteil so weit wie
möglich runtergeregelt - auf schließlich 20,8V.
Die restliche Starkstromverkabelung wurde verlegt und ist betriebsbereit. Insgesamt wurde für die unterschiedlichen Stromversorgungen eine Art Backbone gelegt. Dieser hat die gemeinsame Masse, 12V, 24V und die Fahrspannung. Daraus versorgen sich alle Steuermodule.
Jetzt fehlen nur noch die abschließenden Prototypen. Danach können die Platinen für die Endmontage in Auftrag gegeben werden. Was danach kommt ist eine Menge Fleißarbeit, denn es müssen mehrere Dutzend Module gelötet werden.
Heute habe ich mit der Verkabelung der Stromversorgung angefangen. Ein
zentraler Lichtschalter soll alle Komponenten ausschalten können. Dazu
werden Verteilerdosen, Stecker und eben der Lichtschalter im Bauhaus
besorgt. Die 1,5 mm² Kabel erweisen sich als störrisch, so dass ich doch die
eine oder andere blutige Verletzung davon trage. Einziger Trost: Danach
wird's leichter. Die Verkabelung kann auf der Starkstromseite nicht
vollendet werden, da die Lieferung der Schaltnetzteile von Conrad noch
aussteht.